5 Tipps, wie deine Kinder in Zukunft beim Aufräumen mit anpacken

Viele Eltern kennen das: Im Kinderzimmer türmen sich die Spielsachen, um Hausaufgaben zu machen, muss erst mal der Schreibtisch freigeräumt werden. Kinder räumen eben nicht gerne auf, deshalb muss man manchmal zu kleinen Tricks greifen. Wenn es bei dir auch öfter mal Streit gibt, weil die Kinder lieber vorm Fernseher sitzen, statt mitanzupacken, dann probier es in Zukunft mal mit diesen Tipps:

Setze eine Belohnung fest

Unangenehme Arbeiten machen mehr Spaß, wenn sie mit einer Belohnung verbunden sind. Und nein, damit meinen wir nicht, dass du deinem Kind jedes Mal 5€ in die Hand drücken solltest, wenn es seine Spielsachen wegräumt. Das wäre sogar eher kontraproduktiv und würde möglicherweise dazu führen, dass in Zukunft ohne eine Geldbelohnung kein Finger mehr gerührt wird. Besser ist es, wenn die Belohnung eher subtil angeboten wird. Probier es mit Sätzen wie „Wer hilft mir jetzt Staub wischen, bevor wir ein Eis essen gehen?“ oder „Morgen kommen Oma und Opa zu Besuch, los wir räumen jetzt alle zusammen auf. Da freuen sie sich!“. Wenn du weißt, dass dein Kind einen größeren Wunsch hat, beispielsweise ein Freizeitparkbesuch oder Reitstunden, lässt sich das prima kombinieren. Beklebe ein großes Glas mit einem Bild des Freizeitparks als Visualisierung und rege deine Kinder an, sich die Erfüllung des Wunsches zu erarbeiten. Du kannst beispielsweise für jedes Mal aufräumen einen kleinen Ball geben, den dein Kind ins Glas werfen darf. Ist das Glas voll, wird der Ausflug geplant. So werden deine Kinder bestimmt in Zukunft motivierter sein, beim Aufräumen und Putzen mitzuhelfen.


Mach ein Spiel daraus 

Spielend leicht putzen – ja, bitte! Aufräumen muss gar nicht langweilig sein. Du kannst aus nahezu allem ein lustiges Spiel machen. Wenn dein Kind beispielsweise den Boden fegen soll, dann klebe ein Viereck in der Mitte des Raumes auf und fordere dein Kind auf, alles in dieses Viereck zu fegen. Noch spannender wird es, wenn dabei eine Stoppuhr läuft. Im Wohnzimmer haben wir 5 Minuten gebraucht, geht es in der Küche vielleicht schneller?

Geschwisterkinder können gegeneinander antreten und beispielsweise in Windeseile Socken sortieren oder CDs einräumen – der Kreativität sind keine Grenzen gresetzt!


Stell einen Timer

„Los, wir räumen jetzt dein Zimmer auf!“: Das klingt für Kinder so, als ob heute sonst nichts anderes mehr ansteht. Niemand möchte stundenlang aufräumen, wenn also ein Ende in Sicht ist, geht alles viel einfacher und schneller. Stell einen Wecker, der in 30 Minuten klingelt und fordere deine Kinder auf, sich eine halbe Stunde lang konzentriert ums Aufräumen zu kümmern. Wenn du merkst, dass die Kids trödeln, werden Strafminuten draufgerechnet. Wichtig ist, dass du konsquent bleibst. Wenn der Wecker klingelt, ist Schluss mit Aufräumen – auch wenn noch nicht alles erledigt ist.


Verteile die Aufgaben richtig

Wie du das richtig anpackst, kommt auf deine Kinder an. Manche Kids langweilen sich schnell, wenn sie immer die gleichen Aufgaben erledigen möchten und fangen unter Umständen an, sie nur noch nachlässig zu erledigen. Wenn du soetwas bemerkst, solltest du darüber nachdenken deinem Kind neue Aufgaben zu geben, gerne auch solche, die etwas anspruchsvoller sind. Vielleicht findet dein Sohn oder deine Tochter es mittlerweile öde, immer nur Staub zu wischen und würde lieber mal die Geschirrspülmaschine ausräumen?

Anderen Kinder hingegen fällt es leichter, immer mit den gleichen Aufgaben betreut zu sein. Wenn dein Nachwuchs also beispielsweise weiß, dass jeden Tag der Müll rausgebracht werden muss, spielt sich eine Routine ein. So wird auch garantiert nichts vergessen.


Vermittele Verantwortung

Kinder müssen erst mal verstehen, warum überhaupt aufgeräumt wird. Möglicherweise stört sie selbst das Chaos nämlich gar nicht und sie müssen lernen, warum eine saubere und ordentliche Umgebung wichtig ist. Natürlich solltest du mit gutem Vorbild voran gehen und ihnen von Anfang an diese Werte vermitteln. Wenn ein Kind in einem aufgeräumten Haus aufwächst, wird es davon geprägt und möchte später auch gerne Ordnung halten. Ab einem bestimmten Alter kann es dann eben auch selbst mit anpacken und sehen, wieviel Arbeit dahinter steckt. Falls du also dazu neigst, das Haus immer dann blitzeblank zu putzen, wenn die Kinder in der Schule sind oder schlafen, dann bekommen sie deinen Arbeitseinsatz nicht mit – das Haus wird quasi von Zauberhand sauber. Besser ist es, wenn du ihnen erklärst „Wenn wir nicht sauber machen, wird es dreckig. Ich verbringe viel Zeit damit, aufzuräumen und zu putzen.“ Auf diese Art und Weise animierst du deine Kinder dazu, mitzuhelfen und selbst dazu beizutragen, dass das Haus in einem ordentlichen Zustand bleibt.

 

 

 

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