7 Tipps, wie du günstiger (oder sogar umsonst!) Lebensmittel bekommst

In Deutschland werden jedes Jahr Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen, während andere Menschen den Gürtel enger schnallen müssen und sich nur mit Mühe und Not eine regelmäßige Mahlzeit leisten können. Selbst Arbeitnehmer, Familien und Single-Haushalte müssen zunehmend sparen, denn die Lebenshaltungskosten, Mietpreise und Spritkosten steigen immer mehr an. Hier haben wir einige Tipps für dich, wie du Lebensmittel günstiger oder zum Teil sogar umsonst bekommst. So wird weniger gekauft und weggeworfen und mehr tatsächlich konsumiert von dem, was bereits da ist.


Foodsharing

Falls dein Kühlschrank noch gut gefüllt ist, obwohl du morgen in Urlaub färst, dann wirf die übrigen Lebensmittel nicht weg! Mit der App Foodsharing kannst du sie online stellen. Andere Nutzer der App können die Produkte finden und sie kostenlos bei dir zu Hause oder an einem festgelegten Platz abholen. Dein Kühlschrank wird leer, die Vorratskammer eines anderen Menschen voll, was will man also mehr? Das Angebot richtet sich übrigens nicht nur an Menschen, die wenig Geld haben. Jeder kann die App nutzen, egal ob bedürftig oder nicht. Die Betreiber möchten nicht nur sicher stellen, dass in Zukunft weniger Lebensmittel weggeworfen werden, sie wollen vorallem die Lebenseinstellung anderer Menschen ändern: Lebensmittel sollen wieder geschätzt werden. Statt also jeden Tag zum wachsenden Müllberg unserer Konsumgesellschaft beizutragen, macht es doch viel mehr Sinn, übrig gebliebene Nahrungsmittel weiter zu geben, sodass sie noch einen Zweck erfüllen können.

 

Zu viel eingekauft? Mit Foodsharing finden die Lebensmittel doch noch Abnehmer und du sparst bares Geld!

 

Mundraub.de

Eins vorab: Du darfst dich natürlich nicht einfach am Apfelbaum deines Nachbarn bedienen, das ist strafbar. Doch was ist mit all den Obstbäumen und – sträuchern, die scheinbar niemandem gehören oder deren Besitzer schlicht und ergreifend gar nicht alles abernten können? Diese Bäume findet man oft im Wald oder an Spazierwegen auf dem Feld. Du hast Glück, denn hier darfst du tatsächlich pflücken und deine Taschen mit Äpfel, Birnen, Mirabellen, Kirschen und mehr füllen – so lange sicher gestellt ist, dass definitiv keine Eigentumsrechte verletzt werden und du respektvoll erntest. Mit der App Mundraub.de werden dir auf einer praktischen Karte alle verfügbaren Bäume in der Umgebung angezeigt, und das nicht nur in Deutschland!


Produktproben bestellen

Im Internet gibt es verschiedene Seiten, auf denen du Produktproben bestellen kannst. Das gibt es übrigens nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Kosmetika wie Gesichtscremes oder Shampoo! Eigentlich eine super Sache, wenn du demnächst in Urlaub fährst und noch ein paar abgepackte Einzelportionen gebrauchen könntest.


Fabrikverkauf

In den allermeisten Firmen laufen die Herstellungsprozesse für Lebensmittel zwar weitestgehend automatisiert ab, trotzdem geht auch hier öfter mal was daneben. Wenn auf der Pizza beispielsweise die Salamischeiben nicht ganz akkurat angeordnet sind oder die Schokolade leider zerbrochen ist, wird die Ware nicht mehr in Supermärkten zum Verkauf angeboten. Du kannst sie dir dann beim Fabrikverkauf zu unschlagbar günstigen Preisen sichern. Diese sogenannte B-Ware steht der regulären Ware in nichts nach, weder bezüglich Qualität noch Geschmack. Einzig und allein optisch kann sie etwas abweichen, das stört aber ja normalerweise nicht und schmecken tut sie trotzdem!


Kaufe zur richtigen Zeit ein

Wenn du spät am Nachmittag auf dem Markt vorbei schaust, kannst du unter Umständen noch etwas günstiger bekommen. Die meisten Bauern möchten nicht mehr alles mit nach Hause nehmen müssen und erst recht nichts wegwerfen. Wenn du also nach einem Sonderpreis fragst, wirst du sicherlich nicht mit leeren Händen nach Hause gehen.

Das gleiche gilt für Supermärkte, auch hier werden kurz vor Ladenschluss Brot, Eier und Milchprodukte günstiger angeboten.


FairTeiler Kühlschrank

In einigen Städten Deutschlands wie beispielsweise Berlin gibt es schon seit einiger Zeit sogenannte “FairTeiler” Kühlschränke an öffentlich zugänglichen Plätzen. Jeder, der etwas übrig hat, kann Lebensmittel hineinstellen und so allen anderen Leuten frei zugänglich machen. Du kommst also gerade beim Spaziergang an einem FairTeiler vorbei und hast Lust auf eine kleine Stärkung? Kein Problem, bedien dich an der Bionade oder dem Schokoriegel. Wenn du dann das nächste Mal in der Nähe bist, leg einfach wieder etwas Neues hinein und halte so den Kreislauf aufrecht.


Umsonstläden

Dieses Konzept gibt es jetzt schon in einigen Städten in Deutschland. Wenn du von bestimmten Nahrungsmitteln zu viel hast – etwa weil du zu viel eingekauft hast oder spontan für ein paar Tage verreist und deinen Kühlschrank leeren musst, dann kannst du übrige Lebensmittel in einem Umsonstladen abgeben. Andere Menschen können diese Lebensmittel kostenlos abholen. Im Grund genommen funktioniert die Idee also so wie die Foodsharing-App, nur dass du alle deine Lebensmittel auf einmal los wirst und dich dann um die Verteilung nicht mehr selbst kümmern musst.

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