5 Wege zu einem aufgeräumten Kleiderschrank

Behalte nichts aus sentimentalen Gründen

“Ach, in DIESEM weißen Maxikleid hatte ich damals im Urlaub auf Korfu einen so tollen Tag gehabt…“ Leider passt dir das Kleid schon lange nicht mehr oder ist einfach abgetragen? Dann heißt es jetzt wohl Abschiednehmen. Trotz der tollen Zeit, die ihr gemeinsam hattet! Trenne dich regelmäßig von Klamotten, die du nur aus sentimentalen Gründen behälst, die du aber nie wieder tragen wirst. Einen vollgestopften Kleiderschrank, ohne etwas anzuziehen zu haben: Das braucht schließlich niemand.

Erlaubte Ausnahmen: Dein Hochzeitskleid, Erbstücke und Geschenke von Menschen, die dir sehr am Herzen liegen.


Sortiere kaputte Kleiderstücke regelmäßig aus

Das solltest du am besten mindestens einmal im Monat machen. Geh durch alle deine Klamotten durch auf der Suche nach losen Knöpfen, Rissen oder Löchern. Sammele alles auf einem Haufen und gehe anschließend gezielt an die Arbeit: Was ist völlig unbrauchbar geworden? Das kannst du dann direkt aussortieren.

Was kann man beim Schneider reparieren lassen und lohnt sich das? Welche Reparaturen kann ich schnell selbst erledigen? Kleinere Arbeiten kannst du direkt angehen. In Zukunft wird es dir dann nicht mehr passieren, dass du eine Bluse wochenlang im Schrank hängen lässt, weil du einfach nicht dazu kommst, den Knopf anzunähen.


Sei ehrlich mit dir selbst: Wie gut steht es dir?

Das ist der unangenehmste Teil beim Aussortieren: Probiere jedes Teil an, stell dich vor den Spiegel und sei gnadenlos ehrlich: Passt es dir? Steht es dir auch?

Wenn du dich wohl fühlst, darf das Teil wieder zurück in den Kleiderschrank. Alles andere solltest du spenden: Du wirst es selbst nämlich wohl nie wieder tragen.


Trenne dich von Unnötigem

Eine alte Faustegel für einen tip top aufgeräumten Kleiderschrank: Jedes Teil muss mindestens zu drei Outfits passen.

Schau mal durch deine Klamotten durch: Wirst du den blauen Lederrock wirklich jemals tragen? Und zu welcher Gelegenheit könnte man die roten High Heels ausführen? Wenn dir einige Gelegenheiten oder gute Outfits einfallen, dann kannst du das jeweilige Teil natürlich behalten.

Wenn du aber feststellt, dass dir zu dieser Bluse oder zu jener Jacke noch ein weiteres Teil fehlt, das du erst mal kaufen müsstest, wird es schwierig: Im Zweifelsfall lieber aussortieren und spenden. Vermutlich wird das Teil nämlich ungetragen im Schrank hängen bleiben.


Weise deinen aussortierten Klamotten einen bestimmten Platz zu

Manchmal kann man sich von enigen Teilen nicht sofort trennen oder es handelt sich um Saisonware: Einmotten ist also erst mal eine gute Idee. Aussortierte Kleider wandern bei dir jedoch regelmäßig auf den Speicher oder in den Keller, denn dort ist ja noch jede Menge Platz? Stop!

Das führt nur dazu, dass du unzählige Säcke ansammelst und dein Speicher zum wahren Messi-Hort verkommt. Sei doch mal ehrlich zu dir selbst: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du eines Tages die zahllosen Säcke noch einmal durchforsten wirst? Wohl eher ziemlich gering, stimmt’s?

Deshalb solltest du dir einen begrenzten Platz suchen, an dem du deine eingemotteten Kleider aufbewahren kannst – beispielsweise in einer (!) Kiste unter dem Bett oder einer Truhe auf dem Schrank. Wenn die Kiste voll ist, wird es höchste Zeit richtig auszumisten und dich notfalls von Teilen endgültig zu trennen.

Der ultimative Sales-Guide für alle Schnäppchenjäger

Shoppen wie ein Profi, super Teile finden und dabei auch noch das Budget schonen? Das klingt ja fast zu gut um wahr zu sein! Manche Leute schaffen das mit links. Wenn du jedoch zu denen gehörst, deren Zurechnungsfähigkeit beim Anblick eines roten „Sales“ Schildes kurzzeitig aussetzt und falls du den Laden regelmäßig mit Bergen von Klamotten verlässt, die du gar nicht haben wolltest – dann brauchst du wohl unsere Hilfe. In unserem praktischen Sales-Guide erklären wir dir, wie du zur wahren Schnäppchenjägerin wirst und Fehlkäufe endgültig der Vergangenheit angehören!


Lege eine Shoppingliste an

Vielleicht brauchst du dringend eine Winterjacke, möchtest aber die Sales abwarten, und dann zuschlagen? Gute Idee! Dann lass dich bitte nicht davon ablenken. Bleib beim Stöbern streng mit dir selbst: Selbst wenn dir das blaue Sommerkleid richtig gut gefällt, brauchen wirst du es den Winter über wohl kaum! Konzentriere dich lieber auf das, was du in den nächsten Monaten oft tragen wirst. Also, was nicht auf der Liste steht, wird auch nicht eingekauft.


Nimm Bargeld mit

Hier mal schnell die Kreditkarte gezückt, da mal eben mit der EC-Karte gezahlt? Stop! Setz dir lieber ein festes Budget und nimm nur Bargeld mit. Wenn dein Geldbeutel leer ist, wird es Zeit nach Hause zu gehen. So hast du dich auch besser im Griff und gerätst weniger schnell in einen Shoppingrausch.


Vergleiche Preise

Sind die schwarzen Stiefeletten wirklich so ein guter Deal oder könntest du ein ähnliches Paar nicht irgendwo noch günstiger bekommen? Vergleiche wenn möglich Preise – das geht zur Not ja auch vor Ort mit dem Smartphone – und lass dich nicht von jedem „Rabatt“-Schild zum Kauf verleiten. Manchmal kann es nämlich sein, dass bestimmte Artikel auch reduziert imemr noch überteuert sind.


Shop online

Ja, direkt vor Ort im Geschäft einzukaufen hat seine Vorteile. Du kannst Teile anprobieren und kannst mit etwas Glück deine neu errungenen Besitztümer schon am nächsten Tag ausführen.

Trotzdem solltest du in Zukunft darüber nachdenken, online einzukaufen. So verfällst du auch nicht dem Kaufrausch oder triffst falsche Entscheidungen, weil du übermüdet und gestresst bist. Außerdem kannst du bequem von zu Hause aus einkaufen, dir alles gut überlegen und kämpfst nicht mit Dutzenden anderen Frauen um ein paar Kleiderstangen in einer Ecke des Geschäfts. Worauf wartest du also noch?

 

 

Million Dollar Baby? So sieht dein Budget-Outfit spitzenmäßig aus

Manche Frauen sehen einfach immer stylisch aus, die Schuhe passen zum Outfit, die Handtasche zur Bluse…Keine Knitterfalte verunstaltet das perfekt sitzende Kleid und grundsätzlich sehen die Damen aus, als wären sie gerade aus dem Schaufenster eines Luxus-Ladens gestiegen…seufz. Wie machen die das bloß?

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, und du kannst das auch! Du willst also dein Outfit nach einer Million Dollar aussehen lassen, dein Konto sieht das aber ganz anders? Befolge einfach unsere Tipps und auch du kannst immer top gestylt und dabei klassisch gekleidet sein – und das mit einem Mini-Budget:


Junge Designer

Es müssen ja nicht immer Prada oder Jimmy Choo sein – die nächste Generation der It-Designer sitzt vermutlich schon in den Startlöchern. Wenn du eine Modedesignschule in der Nähe hast, lohnt es sich, die Abschlussmodeschauen zu besuchen. Hier findest du einzigartige Teile, die du (noch) sehr günstig kaufen kannst. Wer weiß, vielleicht ist die Modestudentin, die du gerade unterstützt hast, die neue Vivienne Westwood? Du hättest auf jeden Fall schon mal ein Trend-Teil im Schrank!


Outlets & Second Hand Märkte

Schau dich öfter mal auf Second Hand – und Vintage-Märkten um, denn hier kannst du echte Unikate abstauben. Eine vintage Sonnenbrille von Dior oder Perlenohrringe von Tiffany’s? Ja, mit ein bisschen Glück und einem geübten Auge ist das alles möglich. Die Teile bekommst du nicht nur für einen Bruchteil des Originalpreises, du kannst dir auch sicher sein, dass vermutlich niemand sonst sie besitzt.

Desinger-Outlets sind eine weitere gute Anlaufstelle, wenn du hochpreisige Luxus-Teile günstiger kaufen möchtest. Je nach Outlet kannst du dir Rabatte in Höhe von bis zu 80% sichern.


Kenzo for…

In den letzten Jahren haben sich immer wieder bekannte Designer mit großen Modeketten zusammengetan, um exklusive Kollektionen auf den Markt zu bringen. Besonders H&M hat schon mit diversen Designern wie Stella McCartney oder Kenzo zusammengearbeitet. Hier kannst du also echte Designerteile abgreifen und das zu einem echten Schnäppchenpreis! Wo sonst bekommst du ein Alexander McQueen Kleid für rund 100€? Schnell sein musst du aber: Die begehrten Kollektionen sind oft schon innerhalb weniger Tage restlos ausverkauft.


Gut kombinierbare Farben

Ganz in Schwarz gekleidet ist zeitlos, klassisch und macht außerdem schlank. Was will man mehr? Nun ja, vielleicht ein bisschen mehr Farbe im Kleiderschrank. Greife zu gut kombinierbaren Farben, denn so kannst du deine neuen Lieblingsteile immer wieder neu zu Outfits zusammen stellen. Verschiedene Beigetöne passen beispielsweise gut zu Weiß, zu angesagtem Bordeauxrot passen sowohl Schwarz als auch Dunkelblau. Auch wenn dir der knallgelbe Pulli im Schaufenster richtig gut gefällt: Lass lieber die Finger davon und greif zu einem hochwertigen Basic Teil.


 Raffiniert kombinieren

Wenn du schon zu echten Designerstücken greifst, dann entscheide dich für stylische Statement-Pieces. Eine trendy Sonnenbrille, eine Handtasche oder ein schicker Blazer stechen besonders heraus und verwandeln ein Alltagsoutfit im Handumdrehen in ein echtes Hingucker-Outfit. Kombiniere deine Key-Items mit zeitlosen Basic Teilen von günstigeren Modeketten. Du siehst also, du brauchst dich gar nicht von Kopf bis Fuß in Vera Wang zu hüllen, um dein Outfit edel wirken zu lassen. 


Klassische Schuhe

Mit passenden Schuhen wertest du jedes Outfit auf. Achte auf hochwertiges Schuhwerk, das gut sitzt und tadellos aussieht. Putzen ist also Pflicht! Achte darauf, dass du echtes Leder richtig pflegst. Es macht außerdem Sinn, jedes Paar Schuhe regelmäßig zu imprägnieren und mit Innensohlen zu tragen.

Die gute Nachricht: Du brauchst keine 200 Paar zu haben, um stylisch auszusehen. Entscheide dich stattdessen für ein paar Klassiker, die du zu vielen Outfits kombinieren kannst: Ein paar weiße Sneaker, schwarze und beige Pumps, ein paar Keilsandalen und schlichte Ankle-Boots mit Absatz sollten sich in jedem Schuhschrank finden.

 

 

So peppst du langweilige Klamotten ganz einfach auf

DIY Dessous

Teure BHs von Victoria’s Secret oder Palmers kosten gerne mal an die 60€! Dabei kannst du einen schlichten BH mit etwas Geschick und Kreativität auch ganz einfach selbst aufpeppen und daraus ein schickes Dessous zaubern. Besorge dir einen einfachen Basic BH in Schwarz oder Weiß (gibt es schon für wenige Euro bei Discountern) und etwas Spitze, Pailetten, Schleifchen oder funkelnde Anhänger. Jetzt kannst du kreativ werden! Bringe Spitze an den Cups an oder nähe ein paar Pailetten auf. Süße Schleifchen oder Anhänger wie Herzen kannst du zwischen den Cups anbringen und hast so einen tollen Eyecatcher gschaffen.


Layering

Layering peppt jedes Outfit auf und lässt dich richtig stylisch aussehen. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Probier es mal mit einem karierten Oversize Hemd über einem Cord-Latzkleid oder trage eine streng zugeknöpfte Bluse unter deinem Lieblingspulli. Auch beim Schmuck wird es jetzt opulent: Verschiedene Armreifen und Armbänder im gleichen Farbton sehen super zusammen aus. Ketten-Layering nicht vergessen! Verschiedenlange Ketten mit Anhängern werten jedes schlichte Outfit auf.


Jeans aufpeppen

Deine alte Lieblingsjeans sitzt noch richtig gut, sieht aber mittlerweile einfach zu langweilig aus? Kein Wunder, die Geschäfte sind voll von ausgefallenen Modellen zur Zeit! Du brauchst jetzt aber nicht gleich was Neues zu kaufen. Schnapp dir deine alte Jeans und tob dich aus: Du kannst Patches aufnähen oder die Jeans selbst etwas einreißen, um einen coolen Used-Look zu kreiieren. Jeans in Ankle Length sind richtig angesagt momentan und sehen besonders im Frühling zu Sneakers oder Budapestern lässig aus. Schneide deine Jeans selbst auf der richtigen Länge ab, schlag den Saum um und näh ihn mit einigen Stichen fest – fertig! Das geht zur Not sogar ohne Nähmaschine.


Shorts abändern

Schlichte Jeans-Shorts werden zum Hingucker, wenn du Spitze oder einen gemusterten Stoff auf die Gesässtaschen nähst. Du kannst die Shorts auch an Hosenbeinen seitlich etwas einschneiden und die dadurch entstandene Lücke mit einem Spitzeneinsatz „auffüllen“. Patches und eingerissene Stellen funktionieren natürlich auch hier! Um deiner Shorts einen Used-Look zu verpassen, kannst du beispielsweise den Hosensaum etwas aufrauen und einige Fäden herausziehen.


 Basic Top oder Shirt aufwerten

Vom schlichten Basic Teil zum coolen Beach-Look? Schneide das Top auf beiden Seiten unter den Armen komplett auf und knote die Enden zusammen, sodass ein tiefer Armausschnitt entsteht. Drunter tragen kannst du entweder ein stylisches Spitzen-Bustier oder ein Bikinioberteil.

Aus einem schlichten T-Shirt wird im Nu ein angesagtes Cold-Shoulder-Top, indem du selbst die Schultern abschneidest!

 

 

 

 

 

Vollgestopfter Kleiderschrank? 8 Tipps, wie du Fehlkäufe vermeidest

Organisiere deinen Kleiderschrank

Das ist die erste und wichtigste Regel. Kontrolliere deinen Kleiderschrank regelmäßig und miste Teile aus, die du nie trägst. Vermutlich wirst du überrascht sein, wieviele längst vergessene Kleidungsstücke auftauchen. Mit etwas Glück handelt es sich um Teile, die du noch gut tragen und in deine Garderobe integrieren kannst. Leider werden dir aber wohl auch viele Klamotten in die Hände fallen, die du niemals trägst, weil sie nicht mehr modern sind, dir nicht richitg passen oder einfach Fehlkäufe waren. Mit jedem Altkleidersack, den du füllst, packst du quasi mehrere hundert Euro mit rein, die du sozusagen aus dem Fenster geworfen hast. Ganz schön hart, was? Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, solltest du deinen Kleiderschrank zu Beginn der Saison komplett ausräumen. Sei ehrlich und streng mit dir selbst! Es macht keinen Sinn eine Jeans aufzuheben, die zwei Nummern zu klein ist, weil du hoffst irgendwann doch noch mal reinzupassen. Falls du also nicht gerade eine rigorose Diät mit absehbarem Erfolg anstrebst, solltest du die Jeans aussortieren. Auch Kleidungsstücke, die dir richtig gut gefallen, aber leider kratzen oder irgendwo zwicken, wirst du im Endeffekt niemals tragen. Sortiere alles auf drei Haufen „abgeben“, „einmotten“ und „behalten“. Abgeben solltest du also alle Kleider, die dir weder passen noch richtig gefallen. Einmotten kannst du alle Teile, bei denen du dir nicht 100% sicher bist, ob du sie abgeben möchtest. Aber: Trägst du ein Teil mindestens ein halbes Jahr lang nicht, solltest du dich ebenfalls davon trennen. Die Kleider, die du behalten möchtest, kannst du nun nach Stil und Farbe sortiert wieder einräumen. So siehst du auf einen Blick, welche Teile du besitzt und es fällt dir morgens bestimmt leichter, ein passendes Outfit zu wählen.


Kaufe anti-zyklisch ein

Du möchtest nächstes Jahr einen Strandurlaub machen? Dann kaufe einen neuen Bikini schon dieses Jahr und zwar am Ende der Badesaison. So kannst du Wahnsinns-Schnäppchen machen, denn im Winter-oder Sommerschlussverkauf kannst du oft bis zu 50% Rabatt bekommen.


Investiere in Basics und zeitlose Stücke

Gerade für echte Mode-Liebhaberinnen ist es natürlich verlockend, jedes Trend-Teil zu kaufen, das gerade im Schaufenster hängt. Klar bist du dann in den nächsten paar Wochen mit deinem Leo-Mantel oder deiner bestickten Jeans topgestylt unterwegs. Leider jedoch nur so lange, bis das Teil wieder „out“ ist und kein Mensch es mehr trägt, dich eingeschlossen! Wenn du im Bezug auf Mode sparen möchtest, macht es mehr Sinn in Basics und zeitlose Stücke zu investieren. Auch eine Farbberatung macht Sinn, denn dann merkst du vielleicht: Ups, das Lindengrün steht mir gar nicht so gut, wie ich dachte. Dafür machst du vielleicht in zartem Rosa eine gute Figur. Davon abhängig kannst du dann in Zukunft nach einem Farb-Schema einkaufen und Fehlkäufe werden sicherlich seltener.

Zeitlose Teile, in die du investieren solltest, sind unter anderem: ein oder zwei gut sitzende Jeans, eine weiße Bluse, ein hochwertiger Trenccoat oder Mantel, ein paar schwarze Pumps, eine schlichte Silberkette. 


Finde heraus, was dir steht – und bleib dabei!

Nach einer Farbberatung weißt du vielleicht, dass dir kräftige Orangetöne stehen, dich Grau aber fahl und blass wirken lässt. Dann solltest du in Zukunft auch die Finger von dieser Farbe lassen! Lass dich nicht dazu hinreißen, ein Teil zu kaufen, das dir nicht stehen wird – nur weil deine beste Freundin darin so umwerfend aussieht!

Seinen eigenen Stil zu finden, ist gar nicht so leicht. Während manche Frauen schon mit 20 genau wissen, was ihnen steht, kämpfen andere mit Anfang 30 noch damit. Probier dich also ruhig ein wenig aus, bis du dir ganz sicher bist, wie du deinen eigenen Stil unterstreichen kannst! Dann wirst du in Zukunft nämlich schon im Geschäft sehen können, ob es sich wirklich lohnt ein Teil mitzunehmen oder ob du nur durch ein Pinterest-Board zur lässigen College-Jacke „angefixt“ wurdest – die du dann im Endeffekt nur zweimal tragen würdest.


Shoppe mit „Einkaufszettel“

Wo bekommst du deine Outfit-Inspiration her? Vielleicht von Pinterest, Instagram, Mode-Zeitschriften oder auch einfach durch andere Menschen auf der Straße. Toll, wenn du dich zu einem neuen Outfit inspiriert fühlst! Du solltest Teile, die du wirklich haben möchtest, unbedingt irgendwo aufschreiben und sozusagen eine Einkaufsliste oder Wunschliste aufsetzen. So gehst du das nächste Mal mit einer klaren Absicht shoppen und kannst dich gezielt auf die Suche machen.


Kaufe nur das, was auf der Liste steht

Und zwar wirklich nur das! Immerhin stand es ja auf deiner Wuschliste. Wenn du auf deinem Shoppingtrip nicht findest, was du suchst, macht es mehr Sinn, mit leeren Händen nach Hause zu gehen. Immerhin besser als stattdessen zu alternativen Teilen zu greifen, die du nur kaufst, weil du unbedingt shoppen möchtest. Zu Hause landen sie dann womöglich im hintersten Winkel des Kleiderschranks. Sieh es mal so: Angenommen du sparst, um dir einen Laptop zu kaufen. Würdest du dann stattdessen eine Küchemaschine kaufen, nur weil du den perfekten Laptop nicht gefunden hast? …na, siehst du! Manchmal lohnt es sich etwas zu warten. Wenn du dich dann vielleicht in ein oder zwei Wochen auf dem Nachhauseweg befindest, entdeckst du möglicherweise genau das Teil im Schaufenster, das schon ewig auf deiner Liste steht!


Gehe nur Shoppen, wenn du auch wirklich etwas brauchst

Viele Menschen verbinden Shoppen mit Emotionen. Egal, ob man sich gelangweilt, frustriert, deprimiert oder gestresst fühlt – Shopping wird’s schon richten. Oder vielleicht gehst du ja auch gerne mal ausgiebig shoppen, weil du eine Prüfung oder eine schwierige Präsentation auf der Arbeit erfolgreich absolviert hast und du dich belohnen möchtest. Auch wenn man sich nach einer Shoppingtour kurzzeitig besser fühlt – das ist nicht wirklich eine gute Strategie. Die Chancen sind ziemlich hoch, dass du viele unnötige Teile nach Hause bringst, eben richtige Impulsivkäufe. Und die wollen wir ja künftig vermeiden. Wenn dir der Sinn also mal wieder danach steht, in ein Einkaufszentrum zu fahren, frage dich: Warum will ich das? Geht es mir vielleicht nicht gut? Falls die Antwort ja lautet, gibt es jede Menge anderer Aktivitäten, mit denen du dich auf andere Gedanken bringen kannst – und das hält dann nicht nur länger an, sondern ist auch kostengünstiger. Lies ein gutes Buch, nimm ein Vollbad, geh laufen oder eine Runde schwimmen, triff dich mit Freunden oder besuch deine Familie. Du wirst sehen, danach fühlst du dich viel besser, als nach einem stressigen Shopping-Trip und dein Geldbeutel wird es dir auch danken! Wichtig ist, dass du wirklich entschlossen bleibst und künftig nur noch Shoppen gehst, wenn du etwas Bestimmtes brauchst. Gedanken wie „Ich gehe nur etwas bummeln“ oder „Ich will gar nichts kaufen“ solltest du dir aus dem Kopf schlagen – das klappt wohl in den seltensten Fällen. Falls du nämlich keine stahlharte Willenskraft hast, wirst du vermutlich auch beim Schaufenstershopping etwas finden, was dir gut gefällt. Und wenn du es dann sogar „nur mal anprobieren“ möchtest, führt eins zum anderen.


Sei dir beim Kauf 100% sicher

Lass erst mal das Preisschild dran und heb die Quitting auf. Tolle Teile möchtest du vermutlich sofort ausführen. Wenn ein neu gekauftes Kleidungsstück jedoch erst mal zwei Wochen im Kleiderschrank hängen lässt, solltest du dich fragen, ob du wirklich die richtige Entscheidung getroffen hast. Bevor du das Teil nachher einfach im Schrank versteckst, macht es mehr Sinn, es umzutauschen.

 

 

Es geht immer billiger: Der Siegeszug der Discount-Modeketten

In vielen Städten Deutschlands bietet sich mittlerweile ein bekanntes Bild: Junge Mädchen, im Teenageralter oder sogar jünger, schleppen nicht selten mehrere prall gefüllte Primarktüten durch die Straßen. Im Geschäft selbst herrscht zu Stoßzeiten Chaos, lange Schlangen an Kassen und Umkleidekabinen sind normal, mitunter gleicht der Laden einem Wühltisch. Längst hat in unserer Gesellschaft der Stellenwert Markenmode abgenommen, während gleichzeitig fast monatlich neue Must have Fashion Trends in die Läden gespült werden. Gerade junge Menschen möchten da mithalten können und gleichzeitig möglichst wenig Geld ausgeben. Wer bei Primark shoppen geht, kann sich für unter 100€ von Kopf bis Fuß stylisch einkleiden – inklusive Schuhe und Accessoires. Primark kopiert oft die Mode von angesagten und hochpreisigen Ketten wie Zara oder River Island. Wenn dort eine Bluse für fast 50€ im Geschäft hängt, kann man ein verblüffend ähnliches Modell sicher bald für 13€ bei Primark ergattern.

Das Konzept geht auf: Wenn ein neuer Primark in einer Stadt aufmacht, brechen bei anderen „Billigmode“-Läden, allen voran Platzhirsch H&M, die Umsatzwerte ein.


Warum Discountmode so enorm erfolgreich ist, liegt also auf der Hand. Wie die günstigen Preise zustande kommen, ist ebenfalls kein Geheimnis: Der Discounter lässt in Entwicklungs-und Schwellenländern produzieren, ganz vorne dabei sind die Textilhochburgen Indien und Bangladesch. Dort produzieren Näherinnen zu niedrigen Löhnen und unter prekären Arbeitsbedingungen die Wegwerfmode, die wir in den westlichen Ländern höchstens eine Saison lang tragen. Primark erklärt die niedrigen Preise mit einem Verzicht auf hohe Margen – dass ein T-Shirt für 3€ aber trotzdem nicht unter fairen Bedingungen produziert sein kann, liegt auf der Hand.

Im April 2013 stürzte in Bangladesch eine riesige Textilfabrik, das Rana Plaza, ein und begrub Tausende Arbeiter unter sich. Mehr als 1000 Fabrikarbeiter kamen bei dem Einsturz ums Leben. Die Polizei ermittelte, dass an dem achtstöckigen Gebäude am Vortag Risse entdeckt worden waren, daraufhin sollte niemand die Fabrik betreten. Mehr als 3000 Fabrikarbeiter, größtenteils Frauen, wurden jedoch trotzdem gezwungen, ihre Arbeit aufzunehmen.

„Wegwerfmode“ wird oft unter schlechten Bedingungen hergestellt

Wer Primark liebt, verdrängt den Gedanken an schlecht behandelte Arbeiterinnen aber gern, Geiz ist immerhin geil. Also boomt das Geschäft mit der Billigmode weiterhin. Primark hat für das Jahr 2017 weitere Filialeröffnungen geplant.

Zugebeben, beim Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit konnten Discount-Läden wie H&M und Primark zuletzt beeindrucken. Während einem früher aus den Läden oft ein starker Chemiegeruch entgegenschlug, verwenden die Discounter mittlerweile immerhin keine gesundheitsschädlichen Chemikalien mehr und bemühen sich um eine geringere Wasserverschmutzung. Primark gerät aber auch öfter allein deshalb in die Schlagzeilen, weil besonders Jugendlichen durch die Wegwerfmode ein falsches Konsumverständnis vermittelt wird.  Viele Teenager machen sich keine Gedanken darüber, wo ihre Mode herkommt und wer sie unter welchen Bedingungen geschneidert hat. Stattdessen ist es wichtiger, mit den neuesten Trends up to date zu bleiben. Die neue Jeans, die man dann bei Primark für 10€ ergattert hat, landet nach wenigen Wochen im Müll. Früher war Kleidung teurer, dafür aber auch hochwertiger und wurde länger getragen. Ein Wintermantel für Kinder wurde beispielsweise oft so lange benutzt, bis man herausgewachsen war. Meist trugen die jüngeren Geschwister alte Kleidung dann auf, zumindest in Familien mit einem geringeren Einkommen. Heute klingt so etwas für uns oft unvorstellbar. Die Fashion-Indsutrie boomt seit Jahren mehr als je zuvor, der Textilmarkt in Deutschland ist stark umkämpft. Wer mithalten will, muss sich zwangsläufig anpassen oder mit hohen Absatzeinbußungen rechnen, weil die Kundschaft abwandert. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein gutes paar Hosen geliebt und unzählige Male getragen wurde. Shoppingbegeisterte Teenies heutzutagen wollen kaufen, kaufen, kaufen. Da landet nicht selten sogar ein Kleid oder eine Handtasche im Einkaufskorb, für die man eigentlich keinen rechten Verwendungszweck hat – das Teil kostet aber immerhin ja nur 10€.

Bei der Eröffnung einer Primark Filiale in Hannover kamen übrigens mehr als 25.000 kaufwillige Besucher, die sich kreischend hinter den Absperrungen drängten. Deutschland-Chef Krogmann zog eine positive Bilanz des Tages, mitunter auch weil „niemand verletzt wurde“. Na, immerhin.

11 geniale Fashion Hacks, die du kennen solltest

Fussel entfernen

Neigt dein Pulli auch zu fiesen Fusseln? Das ist ganz schön unangenehm und kann  dein ganzes Outfit ruinieren. Du wirst sie ganz einfach los, indem du mit einem Rasierer darüber streichst. Anschließend die Fussel mit etwas Klebeband aufnehmen und schon sieht das Kleidungsstück aus wie neu!


SOS Hilfe bei einem eingegangenen T-Shirt

Manchmal muss es eben mal besonders schnell gehen und dann landet das T-Shirt oder Kleid doch im Trockner. Wenn das Teil dann danach aussieht, als hättest du in der Kinderabteilung geshoppt, lass es in einer Schüssel mit etwas Haar Conditioner einweichen. Anschließend vorsichtig in Form ziehen und alles gut ausspülen.


Fiese Schweißflecken bekämpfen

Gelbliche Schweißflecken wird man am besten mit Zitrone oder Backpulver los. Auch eine Mischung aus Aspirin und Wasser soll helfen. Den Brei kannst du mit einer Zahnbürste auftragen und alles vor dem Waschen gut einwirken lassen. Gegen müffelnde Flecken gibt es auch einen tollen Trick: Besprüh das Kleidungsstück mit einem Wasser-Vodka-Gemisch. Anschließend trocknen lassen (keine Sorge, du riechst danach nicht nach Vodka, der Geruch verfliegt nämlich) oder in der Waschmaschine waschen.


Make up Flecken entfernen

Gerade bei Rollkragenpullovern oder Shirts mit engem Rundhalsausschnitt passiert es schnell, dass man beim Anziehen dunkle Make up Flecken hinterlässt. Vorallem Foundation kann dabei ganz schön hartnäckig sein. Die Flecken wirst du trotzdem los, indem du Rasierschaum aufträgst. Lass alles circa 15 Minuten einwirken und wasch das Teil dann in der Waschmaschine.


Zu große Schuhe kleiner machen

Kennst du das Szenario? Du stehst im Geschäft und hast dich gerade unsterblich verliebt. In ein paar traumhafter Pumps.

Während du die Schuhkartons nach Größe 37 durchwühlst, malst du dir schon atemberaubende Outfits aus, doch so langsam wird dir klar: Deine Größe ist nicht mehr da! Verdammt! Doch lässt du nun die Schuhe im Laden und gehst nach Hause? Nein, du nimmst sie natürlich in Größe 38 statt 37 mit und hoffst das Beste. Zu Hause verstauben die schönen Pumps dann im Schuhschrank, denn leider werden deine Füße wohl nicht mehr schrumpfen… Keine Sorge, es gibt einen einfachen Trick wie du zu große Schuhe  kleiner machen kannst! Tauch sie einfach komplett in Wasser ein und föhne sie anschließend sehr heiß trocken. Das Material zieht sich auf diese Weise zusammen und du kannst eine halbe bis sogar eine ganze Größe herausschlagen! Ansonsten gibt es natürlich auch noch die einfache Alternative aus Einlegesohlen und Schuhfüller.

Zu kleine Schuhe weiten

Bestimmt hast du dir auch schon mal zu kleine Schuhe gekauft, und einfach gehofft, dass die Schmerzen erträglich sein werden (sind sie nie!). Zu kleine Schuhe kannst du weiten, indem du einen Gefrierbeutel mit Wasser füllst und in den Schuh packst. Anschließend die Schuhe über Nacht ins Gefrierfach stellen. Alternativ kannst du dicke Socken in nassem Zustand anziehen und die Schuhe damit zu Hause einlaufen.


Rutschige Absätze sicher machen

Rutschige, glatte Absätze an deinen neuen Pumps lassen dich nicht nur unsicher laufen, das ist auch ganz schön gefährlich! Gerade auf Parkett oder Fliesen rutscht man schnell aus und kann sich im schlimmsten Fall sogar den Knöchel brechen. Damit dir das nicht passiert, raue die Sohle deiner Schuhe mit etwas Sandpapier auf.


Schmutz aus Wildleder entfernen

Wildleder ist tückisch und es kann wirklich schwierig werden, Flecken rückstandslos zu entfernen. Probier es mal mit einem Stück trockener Brotkruste, das du über den Fleck reibst! Das wirkt Wunder.


Deo Flecken aus T-Shirt entfernen

Toller SOS-Tipp, wenn es schnell gehen muss und du dich nicht mehr umziehen kannst: Reibe mit Babytüchern über die Flecken und schon sind sie wie weggeezaubert.


Babypuder gegen quietschende Schuhe

Bei lätigen, quietschenden Schuhen ist Babypuder dein bester Freund. Streu ein wenig davon auf die Innensohle und schon bist du wieder leise unterwegs. Hilft übrigens auch super, um die Füße trocken zu halten!

 

Kratzer auf Leder bearbeiten

Ein dicker Kratzer auf der brandneuen Lederhandtasche oder den Lieblingsschuhen ist echt ärgerlich. Du kannst ihn verschwinden lassen, indem du die Stelle mit etwas Bodylotion einreibst.

Vegane Mode: Wie Plastikflaschen & Co. eine zweite Karriere als Leder bekommen

Leder ist für viele Menschen ein selbstverständlicher Bestandteil von Garderobe und Alltagsgegenständen: Nicht nur Schuhe, Jacken, Handschuhe und Taschen werden oft aus Leder hergestellt, auch Autositze und Möbel sind häufig mit dem Material bezogen. Die wenigsten Menschen jedoch machen sich Gedanken darüber, wie das Leder, das sie tagtäglich tragen, überhaupt hergestellt wird.

Damit verbunden ist oft unfassbares Tierleid. Leder ist nämlich längst nicht mehr nur ein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Exotische Tiere wie Kängurus, Alligatoren und Büffel werden zum Teil einzig und allein ihrer Haut wegen gejagt oder sogar unter unwürdigen Verhältnissen gezüchtet. In Georgia wurden beispielsweise auf einer Krokodilfarm 10.000 Tiere gefunden, die auf engsten Raum zusammengepfercht wurden.

Die Ledergewinnung macht auch die Schlachtung von Tieren wie Rindern, Lämmern und Schweinen noch profitabler. Als Folge werden noch mehr Tiere geschlachtet, als für die Fleischproduktion nötig wäre. Billigleder stammt übrigens oft aus Ländern wie China oder Indien. In Indien gelten Rinder zwar als heilig, wer jetzt jedoch denkt, dass die Rinder möglichst qualfrei geschlachtet werden, der irrt. Auch hier werden die Tiere schlimm behandelt, unter schrecklichen Bedingungen zum Schlachthof transportiert und so vor der Schlachtung noch unnötig gequält. Bis zu 2 Millionen Kühe werden jedes Jahr von Indien nach Bangladesch transportiert, um dort ihrer Haut wegen getötet zu werden.

Doch damit nicht genug: auch Kinderarbeit und Umweltverschmutzung sowie gesundheitsschädliche Gerbungsprozesse in den produzierenden Entwicklungsländern machen Leder zu einem quasi inakzeptablen Material.  Leder wird nämlich fast überall unter anderem mit Chrom gegerbt, welches im Verdacht steht sogar krebserregend zu sein. Eine Chromgerberei verschwendet für eine Tonne gegerber Tierhaut 55.000 Liter Wasser und produziert große Mengen an giftigen Abfallprodukten, die Arbeiter und Endverbraucher krank machen können.


Ananasblätter bekommen eine zweite Karriere als Leder

Zum Glück gibt es mittlerweile immer mehr Designer, die sich mit Umweltschutz auseinandersetzen und vegane Mode produzieren. Statt Wolle, Leder oder Seide lassen sich eine ganze Reihe anderer Produkte verarbeiten, von denen du manche vermutliche noch gar nicht kanntest!

Die spanische Designerin Carmen Hijosa verwendet statt Leder aus Tierhaut eine Art Naturleder, Piñatex genannt. Das sieht aus wie echtes Leder, fasst sich auch so an und ist ebenso stabil, jedoch musste für eine Tasche aus Piñatex kein einziges Tier sterben! Das Material wird aus Ananasblättern gewonnen. Da diese Blätter bei der Ananasernte normalerweise im Abfall landen und nicht extra angebaut werden müssen, ist dieses Naturleder ressourcenschonend und besonders nachhaltig. Für ihr Label Ananas Anam nutzt Hijosa die Blätter von philippinischen Ananas-Bauern und verschafft ihnen so ein lukratives Nebeneinkommen für etwas, was sonst nur weggeworfen werden würde.


Unkonventionelle Materialien wie Plastikflaschen oder Buchenholz werden immer beliebter

Das Modelabel Bleed wurde 2013 mit dem Peta Vegan Fashion Award ausgezeichnet. Die sportive Mode des Skater-und Surfllabels wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt! Jacken und Kleider aus Plastikabfall? Ja, das geht! Andere machen es nach, nicht nur Modedesigner, sondern auch Stars: Musikproduzent Pharrell Williams hat zusammen mit G-Star und Adidas beispielsweise schon ganze Kollektionen herausgebracht, die aus Plastikmüll hergestellt wurden.

Schauspielerin Emma Watson wiederum setzte lieber ein Zeichen und trug zur Met Gala 2016 ein Kleid von Calvin Klein, dessen Stoff aus recycelten Plastikflaschen bestand. Kein Wunder, lautete das Thema der Gala doch „Manus x Machina: Fashion in an Age of Technology“. Die perfekte Gelegenheit also zu zeigen, dass wir im 21. Jahrhundert lägst nicht mehr auf echtes Leder angewiesen sind, sondern zu ressourcenschonenden Materialien greifen können.

Auch Buchenholz und Eukalyptusholz führen die Liste der unkonventionellen, innovativen Fasern an. Vegane Mode ist so übrigens nicht nur tier-und umweltfreundlichen, sondern schont auf Dauer auch den Geldbeutel. Kleidung, die aus Materialien auf Erdölbasis besteht – wie Polyester – überlebt nämlich normalerweise kaum ein Jahr und muss regelmäßig ersetzt werden.

Kork ist eine weitere robuste Leder-Alternative; der Stoff ist nicht nur strapazierfähig, sondern auch extrem leicht, dabei wasserabweisend und atmungsaktiv. Kork wird übrigens aus der Rinde der Korkeiche gewonnen – dafür muss kein Baum gefällt werden und der Rohstoff wächst sogar nach.

Das Modelabel Umasan produziert ausschließlich mit pflanzlichen Fasern. Ihre Kleidungsstücke bestehen aus Buchenholz, Eukalyptusholz, einer Algenfaser, Bambus und Soja-Seide.

 

 

 

 

Was passiert wirklich mit unseren Altkleidern?

Jedes Jahr werden circa 800.000 Tonnen Altkleider entsorgt. Das Sortiment in Kleidergeschäften wechselt immer häufiger, ständig gibt es ein neues „It-Piece“, das man nun unbedingt kaufen muss. Gleichzeitig sinkt die Nutzungsdauer der Textilien, so mancher Pulli ist schon nach wenigen Waschgägen ausgeblichen oder verwaschen und wird deshalb aussortiert. Gerade günstige Mode-Discounter werden immer häufiger mit dem Vorwurf konfrontiert, sogenannte „Wegwerfmode“ zu produzieren, die nach nur wenigen Wochen direkt wieder entsorgt und durch ein neues Teil ersetzt wird. Bei schlappen 5€ für einen Pulli oder BHs für 2€ das Stück tut das ja auch dem Geldbeutel nicht weh. Kein Wunder, dass wir nun vor wahren Altkleiderbergen stehen – 30 bis 40 % der ausrangierten Klamotten sind übrigens noch tragbar! Kaum jemand macht sich Gedanken über die Ressourcen und die Arbeitskraft, die in die Herstellung eines einzigen T-Shirts investiert werden, auch der Gedanke an menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse in Ländern wie Pakistan oder Bangladesh wird häufig verdrängt. Wer regelmäßig seinen Kleiderschrank aussortieren und trotzdem der Umwelt etwas Gutes tun möchte, der wirft seine Altkleider statt in den Müll immerhin in Kleidercontainer. Doch wie nachhaltig ist das wirklich und wo landen unsere ausrangierten Klamotten tatsächlich?


Vorsicht bei der Auswahl von Altkleidercontainern

Zunächst einmal gibt es zwei Arten von Kleidercontainern: Auf der einen Seite die Sammelstelllen, die von Organisationen wie dem Roten Kreuz aufgestellt werden, dann wiederum solche Container, die von gewerblichen Sammlern illegal aufgestellt werden. Du solltest daher genau aufpassen, in welche Art von Container du deine Kleiderspende wirfst – ansonsten wirst du nämlich keinesfalls Bedürftige unterstützen, sondern scheffelst Geschäftsleuten eine riesige Summe in die Tasche. Achte darauf, dass sich auf dem Kleidercontainer ein seriöses Unternehmenslogo, eine Adresse und eine Telefonnummer befinden – dort kannst du normalerweise auch nachfragen, was konkret mit deiner Kleiderspende passiert. Auch Aufkleber von Fairwertung E.V. oder dem Deutschen Zeintralinstitut für Soziale Fragen (DZI) weisen auf seriöse und karitative Organisationen hin. Ungelabelte Container sind hingegen immer privat und eben häufig ohne die Genehmigung der Behörden aufgestellt worden. Diese privaten Sammler verkaufen die Berge an Altkleider oft gewinnbringend nach Afrika oder in Second Hand Läden in osteuropäische Länder. Dort kann eine ausrangierte Marken-Jacke sogar noch für 70€ verkauft werden. Von Wohltäigkeit keine Spur!

Aber selbst karitative Organisationen können die Massen an Kleiderbergen gar nicht vollständig selbst verwenden, auch hier wird ein großer Teil oft an Textilverwerter verkauft. Anschließend wird die Kleidung sortiert und entweder als Second Hand Kleidung nach Afrika, Osteuropa oder den Mittleren Osten verschifft (circa 30%), verbrannt (7%) oder immerhin noch zu Putzlappen, Autositzfüllungen oder ähnlichem verarbeitet. Nur circa 17% der Altkleider können recyclet werden. Gemeinnützige Organisationen nutzen den Erlös aus verkauften Altkleidern aber immerhin für soziale Zwecke.


Alternative zum herkömmlichen Altkleidercontainer

Wer sicher gehen möchte, dass mit seiner Kleiderspende Bedürftige in Deutschland unterstützt werden, der sollte besser gleich an Kleiderkammern spenden. Die Textilien und Schuhe werden oft kostenlos oder gegen eine sehr geringe Spende an arme Menschen weitergegeben. Auch Flüchtlinge brauchen dringend Kleidung, da sie oft nur mit dem Nötigsten ankommen. Frauenhäuser oder Obdachlose werden mit den gespendeten Kleidern ebenfalls unterstützt. Gute Anlaufstellen sind das DRK oder die Caritas.

 

Wenn du noch besonders gut erhaltene Kleidung oder auch einfach Fehlkäufe abgeben möchtest, kannst du natürlich auch eine Tauschparty organisieren. So findet so manches Kleidungsstück ein neues Zuhause.


Nachhaltigkeit ist mittlerweile auch für viele Kleidergeschäfte ein großes Thema. In etlichen Modeketten kannst du gebrauchte Kleidung tütenweise abgeben und wirst dafür sogar noch belohnt. In der Vergangenheit haben unter anderem H&M, Adler, Reno, Cecil und Intimissimi in Zusammenarbeit mit der Organisation I:CO solche Aktionen durchgeführt.

Gegen eine Tüte gebrauchter Kleidung – egal von welcher Marke oder in welchem Zustand – bekommst du dann oft einen Wertgutschein, den du für deinen nächsten Einkauf nutzen kannst.