Fashion Upcycling ist Trend – diese Designer machen es vor!

“Fast Fashion”, also ständig einem neuen Trend hinterher hetzen, beinahe Ungetragenes wegzuwerfen und jeden Monat Unmengen an Geld für Kleidung auszugeben, wird zunehmend zu einem Problem. Die Müllberge, die wir durch dieses Verhalten produzieren, sind unermesslich! Zum Glück haben mittlerweile einige Designer einen neuen Trend erschaffen, um gegen „Fast Fashion“ vorzugehen: Upcycling!

Folgende Designer haben es sich zum Ziel gemacht, nachhaltige Mode zu kreiieren:


Trmtab

“Call me trim tab”, soll der Systemtheoretiker Buckminster Fuller einst gesagt haben. Dabei bezog er sich auf die Trimmfläche von Rudern, wie man sie bei Booten oder Flugzeugen kennt. Ein wenig Druck auf diese auszuüben reicht aus, und die ganze Fahrt-oder Flugrichtung ändert sich vollkommen. Das Unternehmen Trmtab möchte, dass auch wir zu „trim tabs“ werden und eine Änderung herbeiführen. Wie das geht? Durch cleveres Upcycling und nachhaltiges Leben. Die Firma macht es vor: Sie nutzen Lederabfälle aus Fabriken rund um die Welt und stellen aus diesen Taschen, Rucksäcke, Laptophüllen, Schuhe und mehr her.


Armour sans anguish

Das Label wurde im Jahr 2005 von Tawny Holt in Kalifornien gegründet. Die Designerstücke sind einzigartig, denn sie bestehen alle ausschließlich aus recycelten Materialien wie Bettlaken, Tischtücher, alte Abschlussballkleider und Nachthemden. Was daraus wird? Zauberhafte, handgefertigte Kleider, jedes individuell und einmalig. Selbst Brautmode kannst du von dem Label kaufen.


tonlé

Zero Waste wird beim kambodschanischen Label tonlé groß geschrieben. Nicht nur verwendet das Designerteam in den ausgefallenen Kreationen Materialien, die anderswo zum Abfall zählen – auch alle eigenen Stoffabfälle werden irgendwie in neue Teile eingebaut. Und wenn das Unternehmen „alle“ sagt, dann meint es auch „alle“! Selbst die kleinsten Stückchen Stoff werden in mühevoller Handarbeit aufgetrennt und zu Garn verarbeitet.


Titania Inglis

Titania Inglis‚ Kreationen zeichnen sich durch Minimalismus und cleanen Chic aus. Sie arbeitet nur mit Bio-Baumwolle aus Japan und natürlichen Farbstoffen, konzentriert sich darauf, möglichst wenig Abfall zu produzieren und kreiert jedes Teil in liebevoller Handarbeit in ihrem Atelier in Brooklyn.


From somewhere

Orsola de Castro, die Designerin hinter dem Label „From Somewhere“ begann bereits 1997 damit, nachhaltige Mode herzustellen. Auch sie arbeitet mit den Stoffresten anderer Fabriken. Die Kleidungsstücke werden in der Cooperativa Rinascere in Vicenza hergestellt. Der Designer ist es wichtig, auch behinderte Menschen oder Menschen mit psychischen Problemen anzustellen. Manche ihrer Schneiderinnen arbeiteten beispielsweise für renommierte Designer, bevor sie krank wurden und ihren Job verloren.

 

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