Gemeinsames Konto oder lieber nicht? So geht die Kontoführung als Paar

In einer festen Beziehung kann es viele Gründe für Spannungen und Streit geben, und Geld ist oft einer davon. Wenn du mit deinem Partner in einer gemeinsamen Wohnung lebst, werdet ihr euch wahrscheinlich früher oder später für ein gemeinsames Konto entscheiden. Nicht selten gibt es dann viele Fragen, denn vielleicht verdient einer von euch beiden mehr als der andere oder ihr befindet euch nicht in der gleichen finanziellen Situation aufgrund von Schulden, Sparzielen & Co.  Wie geht man also das Thema gemeinsame Kontoführung als Paar erfolgreich an? Was sind die Hauptgründe für Streit und wie findet man eine Lösung? Im Folgenden haben wir ein paar Tipps für dich zusammengetragen.

 

Ihr verfolgt nicht die gleichen Ziele

Du möchtest eine ausgedehnte Kenia-Reise unternehmen, dein Partner will aber auf ein Auto sparen? Da wird es schwierig. Wenn man nicht die gleichen Sparziele verfolgt, ist Streit um Finanzen quasi vorprogrammiert. Bei einem gemeinsamen Konto ist es wichtig, dass ihr eure Sparziele miteinander absprecht. Seid möglichst transparent mit euren Wünschen und versucht gemeinsam eine Lösung zu finden.

Haltet euch immer wieder vor Augen, dass ihr ein Konto teilt und daher das Geld euch beiden zur Verfügung steht. Egositische Entscheidungen sind definitiv fehl am Platz! Natürlich solltet ihr aber auch nicht ständig verzichten müssen. Setzt am besten einen Spar-Plan auf, in dem ihr eure größten Wünsche für die Zukunft auflistet und die Kosten genau kalkuliert. Vielleicht könnt ihr ja ein Auto erst mal leasen, statt es gleich zu kaufen oder die Kenia-Reise wird in der Nebensaison um einiges günstiger?


Ihr seid nicht der gleiche Geld-Typ

Einer von euch beiden gibt für sein Leben gern Geld aus und verprasst alle Ersparnisse, während der andere eisern spart? Wenn ihr grundlegend anders im Umgang mit Geld seid, ist das noch lange kein Grund kein gemeinsames Konto zu haben. Ihr müsst nur ein wenig umdenken. Richtet euch ein Konto ein, auf das ihr beide eure Gehälter überweist und vom dem Miete, Urlaub, Lebensmittel, Autoreparaturen, Nebenkosten und ähnliches abbezahlt werden. Nun braucht ihr beide noch jeweils ein eigenes Konto, auf das ihr euch einen festen (und natürlich am besten den gleichen) Betrag überweist, der euch zur freien Verfügung steht. Angenommen, ihr beide überweist von eurem gemeinsamen Konto je 200€ auf eure beiden individuellen Konten: Nun kann der „Spar-Typ“ unter euch das Geld auf seinem Konto für private Ausgaben aufsparen. Falls dein Partner seinen Betrag verprassen möchte, kann er das tun! Seht den Betrag wie eine Art Taschengeld für Erwachsene. Auf jeden Fall solltest ihr euch jedoch darüber im Klaren sein, dass das gemeinsame Konto nicht für Lustkäufe geleert werden darf, sondern grundsätzlich zum Decken von alltäglich anfallenden Kosten dient.


Nur einer von euch beiden muss Schulden abbezahlen

Falls du noch Studienschulden hast oder einen Kredit abbezahlen musst, dein Partner jedoch schuldenfrei ist, dann solltet ihr auch hier zu einem Extra-Konto greifen.

Richte dir ein eigenes Konto ein, auf das du von deinem eigenen Gehalt einen bestimmten Betrag abzweigst. Falls dein Partner viel mehr Geld verdient als du, könnt ihr euch vielleicht so einigen, dass dein Partner zum Ausgleich etwas mehr Geld auf das gemeinsame Konto überweist oder ab und zu größere Ausgaben alleine stemmt. Doch auch hier sind Ehrlichkeit, Respekt und Transparenz am wichtigsten! Erwarte nicht, dass dein Partner deine Schulden abbezahlt oder wie selbstverständlich den Großteil der Miete übernimmt. Das führt zu Streit und Missgunst. Seid ehrlich zueinander, legt eure finanzielle Situation dar und arbeitet einen Spar-Plan aus, mit dem Schulden am effizientesten abbezahlen werden. Wenn ihr euch dann auf eine Lösung einigen könnt, wie der monatlich anfallende Schulden-Betrag im Haushaltsbudget ausgeglichen werden kann, ist das super!

 

 

Schreibe einen Kommentar