Nie mehr überteuerte Souveniers: So verhandelst du richtig

Über Preise verhandeln ist besonders in Nordeuropa und den USA weniger angebracht, in anderen Ländern jedoch Gang und Gäbe. In den meisten asiatischen und arabischen Ländern, wie Thailand, China,  Marokko, oder Ägypten, aber auch in Spanien und der Türkei gehört die Kunst des Feilschens beim Einkauf auf dem Basar dazu. Hartnäckig über die Preise zu verhandeln, ist vielen europäischen Touristen unangenehm und muss erst einmal etwas geübt werden. Es lohnt sich aber! Denn wenn du richtig Feilschen kannst, wirst du bei deinem nächsten Urlaub garantiert nicht mit astronomischen Preisen für Souveniers und Geschenke über den Tisch gezogen!

Hier haben wir ein paar Tipps für dich, wie dir das Verhandeln in Zukunft leichter von der Hand geht:

 

  • Du weißt nicht so recht, wie du anfangen sollst? Um herauszufinden, ob der Händler bereit ist zu feilschen, kannst du ganz beiläufig so etwas sagen wie “Das ist aber teuer” oder “Das ist mir ein bisschen zu viel”. Normalerweise wird dir der Händler nun schon ein wenig mit dem Preis entgegenkommen.
  • In den meisten Ländern, in denen Handeln üblich ist, gibt es zwei Preise: Den für Landsleute und den für Touristen. Die Touristenpreise sind nicht selten doppelt bis dreimal so hoch wie die für Einheimische. Praktisch ist es, wenn du herausfinden kannst, was die Einheimischen zahlen, denn so hast du direkt eine gute Verhandlungsbasis und weißt, wo sich der Preis ungefähr einpendeln könnte.
  • Lege fest, wieviel du maximal für den Artikel ausgeben möchtest und bleibe hartnäckig beim Verhandeln. Wichtig ist auch, dass du niedrig genug anfängst. Möchte ein marokkanischer Standbesitzer beispielsweise für eine bemalte Schale 40€ haben, biete keine 35€ an. Er wird sich sofort darauf einlassen und sich vermutlich ins Fäustchen lachen, denn du hast trotzdem noch einen astronomisch hohen Preis gezahlt! Du kannst als erstes Angebot ruhig weniger als 50% des verlangten Preises vorschlagen, auch wenn es dir unverschämt vorkommt oder peinlich ist. Die einheimischen Händler kennen die Spielregeln immerhin! Er wird dann wiederum einen Preis in der Nähe seines Ausgangspreises festlegen und Stück für Stück trefft ihr euch in der Mitte. Bedenke auch, dass du einem Händler kein Geld “abknöpfst”, denn sie würden sich niemals auf einen Verkauf einlassen, mit dem sie keinen Gewinn mehr machen.
  • Bezahlt wird auf Märkten und Basaren grundsätzlich mit Bargeld. Wenn man schon einige Zeit lang über einen Preis gehandelt hat und sich fast einig geworden ist, kann es helfen einen bestimmten Betrag Bargeld in die Hand zu nehmen. Zeige das Geld dem Händler mit den Worten “Das ist alles Bargeld, was ich dabei habe”. Oft stimmen sie dem Handel dann zu!
  • Zusammen geht alles einfacher. Nimm dir einen Freund oder Partner mit und arbeitet zusammen. Dein Freund kann beispielsweise gelangweilt oder verärgert wirken und dich eindringlich bereden, weiter zu gehen . Auch wenn der Händler nicht die gleiche Sprache spricht, wird er vermutlich verstehen, was vor sich geht – und einen Kauf rasch vorantreiben wollen. Meistens gehen sie dann eher auf ein Angebot ein, denn jeder Händler hasst es, einen Kauf zu verlieren!
  • Wirke nicht zu übereifrig. Wenn ein Händler erst mal merkt, dass du etwas unbedingt haben möchtest, hat er die Oberhand und wird bei den Preisen hartnäckiger bleiben. Wenn du etwas uninteressiert wirkst oder sogar so tust, als ob du weiter gehst, wird er dir schnell einen neuen Preis anbieten.
  • Falle nicht auf das sogenannte “letzte” Angebot rein, denn damit versucht der Händler nur Druck aufzubauen. Normalerweise ist dann trotzdem noch Verhandlungsspielraum.
  • Bleibe höflich und versuche nach Möglichkeit, ein paar Brocken der Landessprache zu lernen. Wenn du jetzt freundlich in spanisch oder thailändisch nach dem Preis fragst, oder vielleicht sogar lachend sowas wie “Das ist aber teuer” sagen kannst, hast du direkt einen Draht zum Händler geschaffen. Sie werden Kunden, die ihnen symapthisch sind, eher entgegen kommen und ihr könnt euch auf einen guten Preis einigen.

 

 

 

 

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