Welches Spielzeug ist gut für mein Kind?

Laut der Welt gaben Eltern im Jahr 2012 in Deutschland rund 486 Millionen Euro aus für ihre Kinder unter drei Jahre – und das nur für Spielzeug! Die Spielzeugindustrie boomt wie nie zu vor und beschert beliebten Händlern wie Toys R Us, MyToys, Babymarkt & Co. jedes Jahr Millionenumsätze.

Bei der Fülle an Spielzeugen sind Eltern oft überfordert: Was ist wirklich gut für mein Kind?

 

Teuer und bunt ist nicht immer gleich besser

Gerade neue Eltern fühlen sich häufig verunsichert durch das riesige Angebot an Babyspielzeug und Babyzubehör. Welches ist nun das perfekte Mobile? Welche Spieldecke soll ich nehmen und worin unterscheiden die sich eigentlich? Sollte ich ein Plastik- oder Holzspielauto kaufen?
Bevor du dich für ein Spielzeug entscheidest, ist es wichtig, dass du dich über die verschiedenen Entwicklungsstadien eines Kindes informiert hast. Gerade Babies und junge Kinder entwickeln sich in rasantem Tempo und brauchen je nach Entwicklungsstand entsprechende Spielzeuge, um weder überfordert noch gelangweilt zu sein. Auf keinen Fall solltest du den Fehler machen, nach Design zu gehen, denn nur weil ein Spielzeug interessant oder hübsch aussiehst, heißt das nicht, dass es die richtige Wahl für dein Baby ist. Kinder nehmen die Welt anders wahr als Erwachsene. Was wir langweilig finden, mag für dein Baby faszinierend sein. Umgekehrt können Spielzeuge, die über zu viele Funktionen verfügen, dein Kind in einem zu frühen Entwicklungsstadium völlig überfordern.

Eine Spieldecke, auch Activity Center genannt, findet man in fast jedem Babyzimmer. Diverse Händler bieten eine riesige Auswahl an verschiedenen Modellen und Designs an, also Augen auf beim Kauf! Denn Spieldecke ist nicht gleich Spieldecke. Manche Activity Center schlagen mit mehr als 100€ zu Buche, bieten jedoch keinen Vorteil gegenüber wesentlich günstigeren Alternativen. Ganz im Gegenteil, besonders schlicht gehaltene Spielbogen in stimmigen Farben sind zwar hübsch anzuschauen und machen sich sicher gut in Instagram-würdigen Kinderzimmern – dein Baby wird sich jedoch bald daran sattgesehen haben und diese Decke schnell langweilig finden. Der Grund liegt auf der Hand: Da bewegt sich nichts, raschelt nichts, quietscht nichts, kurz gesagt: für dein Kind gibt es zu wenig Reize. Viel interessanter ist da schon eine Decke wie die Rainforst Freunde 3-in-1 Spieldecke von Fisher Price. Die kommt nicht nur in quietschbuntem Design daher, sondern verfügt auch über abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten. Am Bogen befestigt sind allerhand Urwaldtiere, an denen man drehen oder ziehen kann. Den Löwen kann man sogar vom Bogen lösen und für unterwegs mitnehmen! Außerdem wird dein Baby mit spannenden Geräuschen und zwei Musikeinstellungen unterhalten. Diese Spieldecke ist mit knapp 34€ nicht nur um ein Vielfaches günstiger als manch gehyptes Konkurrenz-Produkt, sie ist auch viel sinnvoller für dein Kind.

Babies fangen im Alter von etwa 3 Monaten an zu greifen, ungefähr zur gleichen Zeit drehen sie sich das erste Mal alleine um. Nun wollen sie die Welt, soweit das eben schon geht, erkunden. Besonders wichtig ist in dieser Phase die richtige Stimulation. Das sollte nicht zu viel, aber auch auf keinen Fall zu wenig sein. Das Kind sollte sogenannte Ursache-Wirkungs-Handlungen ausführen können, also: Ziehe ich an dieser Figur, wird eine Melodie abgespielt. Farben, Formen, verschiedene Materialien und vorallem Geräusche unterstützen jetzt dein Baby bei der Entwicklung der Sinneswahrnehmung und Feinmotorik, denn es gibt so viel zu entdecken!


Mach’s doch einfach selbst!

Viele Spielsachen kann man natürlich auch ganz einfach selbst herstellen, wie beispielsweise Fühlbücher. Diese können in Onlineshops bis zu 30€ kosten! Das Geld investiert man lieber in einen neuen Strampler und macht sich dann für eine DIY-Version an die Arbeit. Die selbstgebastelten Büchlein sind nicht nur günstiger als die gekauften Exemplare, sie zeigen auch, mit welcher Liebe und Hingabe du dich mit deinem Kind beschäftigst. Ein Fühlbuch selbst zu machen, ist ganz einfach. Filz oder dicker Stoff dienen als “Buchseiten”. Diese kannst du jetzt mit interessantem Material bestücken: Verwende Moos, getrocknete Blumen, Stroh, kleine Kieselsteine, Holzstücke, Cordstoff oder Samt, eben alles was man neugierig befühlen kann. Begib dich jetzt gemeinsam mit deinem Baby auf Entdeckungstour – es wird begeistert sein von all den interessanten neuen Eindrücken!


Die alte Frage: Plastik- oder Holzspielzeug?

Kinder fühlen sich von quietschbuntem Plastikspielzeug in grellen Farben magisch angezogen, Eltern sind jedoch meist besorgt: Zu oft hört man von gesundheitsschädlichen Giftstoffen im Plastik, die später im Leben ernsthafte Krankheiten auslösen können. Doch was ist dran an dem schlechten Ruf von Plastikspielzeug?

Fakt ist, in dem Material befinden sich in der Tat eine Vielzahl von Schadstoffen wie PVC oder BPA. Diese können nicht nur krebserregend sein, sondern auch andere Krankheiten wie Lebererkrankungen oder Diabetes auslösen. Fakt ist jedoch auch, dass die meisten nahmhaften Spielzeughersteller ihren guten Namen nicht verlieren möchten und auf den Herstellungsprozess ihrer Produkte ein genaues Auge haben.

Laut Hallofamilie.de ist die Verwendung von Phthalate in Babyspielzeug in Europa schon seit 1999 verboten. Für andere Giftstoffe gibt es aber zum Beispiel noch keine Grenzwerte oder die Kontrollen sind zu lax. Beim Kauf von Plastikspielzeug ist also nichtsdestotrotz Vorsicht geboten: Du solltest die Artikel nicht von günstigen Ein-Euro-Shops kaufen, sondern stattdessen Wert auf namhafte Hersteller sowie Transparenz im Herstellungsprozess legen. Wenn das Spielzeug beispielsweise stark riecht, auf jeden Fall Finger weg davon! Das kann deinem Kind nicht gut tun.

Ein dickes Plus für Holzspielzeug ist jedoch nicht nur der Gesundheitsfaktor: Diese Spielzeuge verhindern eine Reizüberflutung deines Kindes beim Spielen.Stell deinem Nachwuchs ruhig auch mal vermeintlich “langweiligeres” Spielzeug zur Verfügung– wie beispielsweise die Eitech Parkgarage statt einem knallbunten Plastikmodell mit Musikuntermalung und bunten Blinklichtern. Du wirst überrascht sein, wie einfallsreich dein Kind beim Spielen wird! Denn nur wenn Kinder nicht zu vielen Reizen ausgesetzt sind, können sie laut dem Blog „Fräulein im Glück“ ihre Fantasie voll entfalten.

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